Unfallversicherung

Unfälle können im Lauf des Lebens immer wieder vorkommen. In den meisten Fällen ergeben sich daraus keine wesentlichen Konsequenzen. Manchmal können die Folgen eines Unfalls aber von großer Tragweite sein. Nämlich dann, wenn Sie einen bleibenden körperlichen Schaden erleiden und dadurch in Ihrem täglichen Ablauf eingeschränkt sind. Durch die Vereinbarung einer Invaliditäts-Summe die im Leistungsfall als Einmalzahlung zur Verfügung steht, können die finanziellen Folgen abgemildert oder ganz abgedeckt werden. Deshalb gehört die Unfallversicherung zur Absicherung existenzieller Risiken.

Bei der Unfallversicherung unterscheiden sich die versicherten Leistungen und der zu zahlenden Beitrag zwischen den Versicherungsgesellschaften teilweise erheblich. Wichtig ist dabei, auf die Festlegung einer ausreichend hohen Invaliditäts-Grundsumme zu achten. Durch die Vereinbarung einer Progression kann die Leistung bei höheren Invaliditätsgraden zusätzlich gesteigert werden. Eine weitere Verbesserung der Invaliditätsleistung ist durch die Auswahl einer optimierten Gliedertaxe möglich.

Basis-Informationen Unfallversicherung

Ein Unfall tritt meistens unvorhergesehen und plötzlich ein. Die Folgen sind oft schwerwiegend. Die Unfallversicherung hilft mit der Zahlung einer einmaligen Summe, um die schlimmsten Folgen unmittelbar bewältigen zu können. Insbesondere wird dabei an Einkommensausfälle gedacht, sowie Umbaumaßnahmen (z.B. behindertengerechter Ausbau der Wohnung) oder teure Rehabilitation, soweit diese Kosten nicht vom Krankenversicherer übernommen werden.

Obwohl es in der Unfallversicherung auch die Variante der Unfallrente gibt, eignet sich die Unfallversicherung auf keinen Fall als Ersatz für eine Berufsunfähigkeits- oder Erwerbsunfähigkeitsversicherung, es sei denn letztere könnten aufgrund gesundheitlicher Probleme nicht vereinbart werden.

Die wichtigste Leistung der Unfallversicherung ist die Zahlung eines Geldbetrages im Falle einer Unfallinvalidität. Der prozentuale Invaliditätsgrad wird dabei in Abhängigkeit von der körperlichen Beeinträchtigung nach einer vertraglich vereinbarten Gliedertaxe festgestellt. Je höher der prozentuale Invaliditätsgrad ist, desto höher fällt die finanzielle Leistung bis maximal zur Versicherungssumme aus.

Aus diesem Grund gilt bei der Vereinbarung der Unfallversicherung ein besonderes Augenmerk auf die Gliedertaxe. Die Gliedertaxe gibt vor für welche Körperteile und –Funktionen welche Prozentwerte angesetzt werden. Generell sollte darauf geachtet werden, dass die Stimme in der Gliedertaxe Berücksichtigung findet. Berufe bei denen es auf besondere körperliche Fähigkeiten ankommt, sollten darauf achten, dass die Gliedertaxe den Anforderungen an den Beruf besonders Rechnung trägt. So sind beispielsweise Ärzte und Feinmechaniker gut beraten auf eine hohe Berücksichtigung von Beschädigungen der Finger und der Hand zu achten. Zusätzlich wird die Leistung von der vereinbarten Progression beeinflusst. Die Progression führt bei höheren Invaliditätsgraden zu einer verhältnismäßig höheren Leistung, die auch deutlich über die Grundversicherungssumme hinaus gehen kann. Je höher der Grad der Invalidität ist, desto höher wird die Schadensersatzleistung. Daher führt eine hohe Progression zu einer stärkeren Berücksichtigung schwerer Unfälle, während bei leichten Unfällen kaum eine Wirkung besteht.

Die Unfallversicherung kennt zusätzliche Leistungsbausteine die wahlweise kombiniert werden können:

  • Das Unfalltagegeld – zahlt einen täglichen Betrag, solange die versicherte Person in Folge eines Unfall krank geschrieben ist.
  • Das Unfallkrankenhaustagegeld – zahlt einen täglichen Betrag, solange die versicherte Person als Unfallfolge stationär behandelt wird.
  • Leistungen für kosmetische Operationen
  • Bergungskosten
  • Leistungen beim Unfalltod des Versicherungsnehmers

Der Begriff des Unfalls ist versicherungstechnisch eng gefasst. Die Unfallversicherung kennt viele Einschlüsse, die den Unfallbegriff erweitern oder typische Ausschlüsse abmildern und damit einen besseren Schutz zur Verfügung stellen. Beispielhaft seien genannt:

  • Verschlucken giftiger Substanzen (wichtig für Kinder)
  • Erfrierungen
  • Ersticken
  • Mitversicherung von Unfällen unter Alkoholeinfluss (sonst oft ausgeschlossen!)
  • Kriegsrisiko
  • Infektionsrisiko
  • Strahlenschäden
  • Tauchrisiko
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